Arbeitsgruppe A

Digitalisierung: Was ist jetzt im Management einer EB-Einrichtung wichtig?

Workshopleitung:     Dr.in Birgit Aschemann (CONEDU)
Dokumentation:       Eva Bloder, BA (Bildungsnetzwerk Steiermark)


Die Digitalisierung bringt große Chancen für die Erwachsenenbildung mit sich und ist zugleich Auslöser für Fragen und Unsicherheiten. Gerade Personen mit Management-Aufgaben in der Erwachsenenbildung müssen nun folgenreiche Entscheidungen treffen und „wissen, was wichtig ist“. Unter Leitung von Frau Dr.in Birgit Aschemann vom Verein CONEDU hat sich eine Workshop-Gruppe mit dem Thema „Digitalisierung: Was ist JETZT im Management einer EB-Einrichtung wichtig?“ befasst. Es wurden mögliche Antworten auf folgende Fragen vorgestellt und diskutiert:

  • Welche Managementaufgaben stellen sich im Zuge der Digitalisierung?
  • Was sind besonders hilfreiche Formate?
  • Was kann die Personalentwicklung in EB-Einrichtungen unterstützen?
  • Können wirklich neue Zielgruppen erreicht werden, und wie sind bestehende zu halten?

Zur besseren Orientierung gliedert Aschemann die „Digitalisierung“ in der Erwachsenenbildung in zwei Bereiche: in „digitale“ Inhalte und digitale Formate. Unter dem Bereich „digitale“ Inhalte wird das Lernen digitale Werkzeuge zu verwenden sowie Kontextwissen verstanden.

Digitale Formate sind hingegen Werkzeuge, die zum Lernen verwendet werden. Das Ergebnis einer kürzlich vom Bildungsnetzwerk Steiermark durchgeführten Umfrage in Erwachsenenbildungseinrichtungen der Steiermark zum Thema „Digitalisierung in der Erwachsenenbildung“ zeigt, dass die Nutzung von digitalen Formaten zum Lernen noch wenig verbreitet ist. Durch veränderte (digitale) Vorrausetzungen, befindet sich die Welt aktuell in einem digitalen Umbruch, was aber durchaus als Chance gesehen werden kann, nicht als Bedrohung.

Gebraucht wird heute ein pragmatischerer Zugang zu den neuen Werkzeugen und keine Angst vor dem Ausprobieren, besonders da es eine hohe Fehlertoleranz im Umgang mit digitalen Formaten geben kann und darf. Laut Frau Aschemann hat sich gezeigt, dass nicht Geld, sondern Unkenntnis die größere Barriere im Umgang mit Digitalisierung darstellt. Es wurde aufgezeigt und diskutiert, dass es bereits ein breites Angebot an Inhalten zur kostenlosen Nutzung gibt. Mit Hilfe der sogenannten Open Educational Resources (OER) ist ein risikoarmes Ausprobieren möglich.

Es braucht die Bereitschaft JETZT zu handeln, denn: Wo Online-Lernen wirklich stattfindet, kommt der Begriff der „Digitalisierung“ heute gar nicht mehr vor. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, benötigt es  auf Organisations-Ebene gute Koordination. Neben Finanzierung und Infrastruktur, müssen auch das Personal und die KundInnen in Entwicklungen mit einbezogen werden. Digitale Angebote bestimmen die digitale Erwartung der Zielgruppe an die Einrichtung.

Gemeinsam wurden drei Ansatzpunkte herausgearbeitet, die in der Erwachsenenbildung Entwicklungen unterstützen können:

  • zur Verfügung stellen von Weiterbildung und Beratung,
  • der Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur,
  • und eine gelebte Community of practice.

Umfrageergebnisse zu Digitalisierung in der Erwachsenenbildung >>


Der Tag der Weiterbildung ist eine Kooperation

des Bildungsnetzwerkes Steiermark mit dem Land Steiermark

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