Das Bildungsnetzwerkes Steiermark

 

Der aktuelle Jahresbericht informiert über den Stand der Kernaufgaben im Bildungsnetzwerk und gib auch Einblick in die kontinuierlichen Bemühungen maßgebliche Themen der Erwachsenenbildung voranzutreiben.

Das Bildungsnetzwerk Steiermark beteiligt sich dabei offensiv an bildungspolitisch bedeutsamen Entwicklungen, um zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die Erwachsenenbildung. In diesem Sinne sind wir einerseits in enger Vernetzung und Kommunikation mit den Einrichtungen der Weiterbildung und andererseits für das Land Steiermark und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ein oft kontaktierter und konstruktiver Partner. 

 Wissenschaftlich fundiert 

·          Professionelles pädagogisches Handeln erfordert wissenschaftliche Grundlagen. Umfassende Grundlagen für Perspektiven des Lebenslangen Lernens wurden im Rahmen des Projektes PERLS, das  im November 2009 abgeschlossen wurde, erarbeitet. Die Ergebnisse sind wichtige Grundlagen für zukünftige Entwicklungen im Sinne des Lebenslangen Lernens in der Steiermark.

 ·          Wer sind die Menschen, für die das Thema Basisbildung (Lesen, Rechnen, Schreiben….) von besonderer Bedeutung ist und was sind ihre Bedürfnisse? Das waren Ausgangsfragen für eine umfassende Zielgruppen- und Bedarfsanalyse im Oberen Murtal. Differenzierte Ergebnisse liegen vor, sie dienen als Grundlage für die Entwicklung neuer Angebote. Eine Ausbildung für TrainerInnen der Basisbildung und die Erprobung neuer Angebote das sind zwei der Schwerpunkte, die 2009 im Rahmen des Projektes Basisbildung Oberes Murtal realisiert wurden. 

Qualitätsschwung für die steirische  Erwachsenenbildung   

Erfolgreich abgeschlossen konnte 2009 auch das Projekt Qualitätsentwicklung im BN werden. 12 beteiligten Einrichtungen wurden Zertifikate für ausgezeichnete Qualität überreicht. In der Steiermark gibt es damit bundesweit die meisten Bildungseinrichtungen die das Qualitätsmodell LQW „Lernorientierte Qualitätssicherung in der Weitebildung“ anwenden. LQW entspricht auch den Kriterien des soeben fertig gestellten nationalen Rahmenmodells für Qualität in der Erwachsenenbildung – dem Ö-Cert.                                                                                                                                         

Engagement und Pioniergeist in der Umsetzung der Kernaufgaben 

2009 wurde in St. Lambrecht das 5. Lernfest durchgeführt. An die 200 Personen beteiligten sich aktiv an der Gestaltung, 2500 BesucherInnen nahmen teil. Erstmals gab es am Ende des Lernfestes schon eine von Jugendlichen erstellte Lernfestzeitung. Innovative Ideen, professionelle Koordination und persönliches Engagement – die Erfolgsfaktoren für Lernfeste.
 Umfassende Arbeitsaufgaben wurden von Seiten des Bildungsnetzwerkes auch für die steirische Weiterbildungsdatenbank erbracht.  Bildungsinformation und Bildungsberatung, eine Serviceleistung für die Bevölkerung wird immer stärker in Anspruch genommen. Allein die Einzelberatungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 25 % und erforderten von den mobilen BeraterInnen an den 32 Infostellen nicht nur professionelle Beratungskompetenz sondern auch große Flexibilität und Engagement. 

Beteiligung an bedeutsamen Entwicklungen – Zukunft der EB 

Besondere Bedeutung erhalten Ergebnisse aus Projekten, wenn sie direkt in kontinuierliche Maßnahmen einfließen können. Das ist bei einigen Themen der Fall. Seit zwei Jahren vertrete ich das Land Steiermark in der „ExpertInnengruppe für neue Fördermodelle in der Erwachsenenbildung im bmukk“.

 

Diese Initiative, gemeinsam getragen von Bund und den Ländern, hat Programme und ein abgestimmtes Fördermodell zum Ziel, das in Zukunft allen Menschen ein adäquates Bildungsfundament sichern soll. Inhaltlich stehen derzeit die Schwerpunkte Basisbildung und Erwerb von Grundkompetenzen, das Nachholen des Hauptschulabschlusses sowie die Berufsreifeprüfung im Mittelpunkt.

 

Mit dem nun vorliegenden Programmplanungsdokument liegen für die Bildungspolitik umsetzungsfähige Grundlagen vor. Das abgestimmte Fördermodell stellt inhaltlich und auch organisatorisch einen Meilenstein in der Abstimmung von Förderschwerpunkten zwischen dem Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und den Bundesländern dar. Damit werden Voraussetzungen für Lernerfolg und letztlich für Lebensbegleitendes Lernen geschaffen.

 

Aus internationalen Entwicklungen Lernen, nationale Entwicklungen mitgestalten und in der Steiermark innovative Wege der Umsetzung beschreiten – das war die Leitidee für 2009. Alle Projekten und Aufgaben konnten nur mit viel Engagement und Pioniergeist aller beteiligten Personen, in und außerhalb des  Bildungsnetzwerkes erfüllt werden.

 Vielen Dank an alle Netzwerk- und Kooperations-PartnerInnen! Erst durch die gemeinsame, konstruktive Arbeit im Netzwerk, in Kooperationen und gemeinsamen Projekten wird das Arbeiten an komplexen Aufgaben möglich.

Wir danken dem Land Steiermark und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur für die ausgesprochen gute Zusammenarbeit.

 

Ein besonderer Dank gilt auch dem Vorstand des Bildungsnetzwerkes, der unter dem Vorsitz von Dr. Peter Härtel ehrenamtlich und mit großem Engagement für das Netzwerk und die Steirische Erwachsenenbildung tätig ist.

 

Den Jahresbericht senden wir Ihnen bei Interesse gerne zu. Für Fragen steht Ihnen Frau Mag.a Grete Dorner, die Geschäftsführerin des bildungsnetzwerkes Steiermark, sehr gerne zur Verfügung:

margareta.dorner@eb-stmk.at