oe cert - NL April Ö-Cert

Erste Ö-Certs sind an Bildungseinrichtungen vergeben

Bianca Friesenbichler und Johanna Weismann im Gespräch auf www.erwachsenenbildung.at

  


Seit 1. Dezember gilt Ö-Cert, der Qualitätsrahmen für Erwachsenenbildungseinrichtungen in Österreich. Ö-Cert anerkennt unterschiedliche Qualitätszertifikate und spezifische Grundvoraussetzungen von Weiterbildungsanbietern und schafft erstmals österreichweit einheitliche Qualitätsstandards für Bildungsanbieter. Die ersten Einrichtungen haben kürzlich das Ö-Cert auf Beschluss der Akkreditierungsgruppe erhalten, unter ihnen Einrichtungen aus den zur KEBÖ gehörigen Verbänden, aber auch Bildungsvereine und gemeinnützige Träger.

Erfolgreicher Start
„Die Freude am Start des Ö-Cert ist bei allen Beteiligten spürbar“, berichtet Johanna Weismann, Geschäftsstellenleiterin des Ö-Cert. Den Start des Ö-Cert positiv sehen nach ihren Angaben sowohl die akkreditierten Einrichtungen als auch die Akkreditierungsgruppe. Auch in der Geschäftsstelle selbst, die die Bewerbungen formal und auf Vollständigkeit prüft, herrscht Freude über den geglückten Auftakt. Die ersten Erfahrungen tragen wesentlich zur Prozessoptimierung bei, zum Beispiel in Bezug auf die Information für interessierte Anbieter.

Ö-Cert als Motivation für Qualitätsmanagement
Für überregional tätige Erwachsenenbildungseinrichtungen sei das Ö-Cert eine Erleichterung, da sie jetzt nur mehr ein einziges Qualitätszertifikat brauchen, berichtet Weismann. Auch für ihre KursteilnehmerInnen sehen die Anbieter eine Erleichterung: „Mit dem Ö-Cert ist kein Förderanspruch verbunden, aber Ö-Cert erhöht die Chancen auf eine Teilnahmeförderung“. Chancen sieht Weißmann darüber hinaus in der Motivierung jener Weiterbildungsanbieter, sich mit Qualitätsmanagement und -zertifizierung auseinanderzusetzen, die das bisher noch nicht getan haben.

Großer Andrang um Ö-Cert
„Derzeit liegen in der Geschäftsstelle über 200 Bewerbungen vor „, berichtet Weismann. Die Liste der Qualitätsanbieter werde in den nächsten Tagen erweitert, bei einigen seien nur mehr Kleinigkeiten offen. Die akkreditierten Einrichtungen findet man online auf der Website des Ö-Cert. Bereits Ende März soll die nächste Akkreditierungsrunde folgen.

Appell: „Machen Sie alle mit!“
Auf die Frage, was Johanna Weismann interessierten Bildungsanbietern raten würde, antwortet sie mit einem Appell: „Machen Sie alle mit! Die Bewerbung ist online in nur 30 – 45 min durchführbar, die erforderlichen Nachweise der Grundvoraussetzungen können einfach und rasch hochgeladen werden.“ Weismann sieht im Ö-Cert hohen Nutzen für die Weiterbildungsanbieter: „Neben der Aufnahme in das Ö-Cert-Verzeichnis der Qualitätsanbieter, das sowohl für TeilnehmerInnen als auch für FördergeberInnen von Interesse sein dürfte, haben Bildungsanbieter einen finanziellen Nutzen durch das Entfallen von Mehrfachzertifizierungen.“

Über Ö-Cert
Ö-Cert ist eine Kooperation des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und der Bundesländer. Ziel von Ö-Cert ist es, die Anerkennung von qualitätssichernden Maßnahmen der Bildungsorganisationen zwischen den einzelnen Ländern sowie zwischen dem Bund und den Ländern sicher zu stellen. Dadurch will es für Weiterbildungsinteressierte, Fördergeber und Erwachsenenbildungseinrichtungen Klarheit schaffen, welche qualitätssichernden Maßnahmen im gesamten Bundesgebiet anerkannt sind.


Alle Informationen zu Ö-Cert:

http://oe-cert.at/