RH 02 - NL Juni 10 RHDer „Kunstmediator 2010“ geht nach Graz 

„Kunst als Grundnahrungsmittel“

Seit 2003 vergibt die IG Galerien (Interessensgemeinschaft Galerien für zeitgenössische Kunst) einmal jährlich den Award „Kunstmediator“ für besondere Verdienste in der Vermittlung von Kunst.

 

Der Kunstmediator 2010 geht erstmals in die Steiermark,

und zwar an den Bildungsreferenten des Bildungszentrums Raiffeisenhof, Johann Baumgartner, der mit der Hofgalerie der zeitgenössischen Kunst einen ungewöhnlichen Schauplatz geschaffen hat.

„Selten findet man öffentliche Häuser bzw. Bildungshäuser, in denen es ein so umfassendes Kunst- und Kulturprogramm gibt wie im Raiffeisenhof.  Die Hofgalerie im Bildungszentrum Raiffeisenhof ist dagegen Vorreiter und Vorbild für einen bewussten und sensiblen Umgang mit Kunst. Seit insgesamt 40 Jahren – davon 7 Jahre unter der künstlerischen Leitung von Johann Baumgartner – finden hier professionell organisierte Ausstellungen statt, die in ihrer Qualität keinen Vergleich zu scheuen brauchen“, begründet Hubert Thurnhofer die Entscheidung der IG Galerien.

Der Raiffeisenhof entspricht mit seiner Hofgalerie den Zielen der IG Galerien, der bildenden Kunst neue Räume zu „erobern“, denn es ist nicht selbstverständlich, dass ein Bildungshaus der Landwirtschaftskammer sich der zeitgenössischen Kunst öffnet. Dieser Öffnungsprozess wird dank der intelligenten Lenkung von Johann Baumgartner nicht dem Zufall überlassen. Baumgartner, der „Kunstmediator 2010“, legt seit Jahren Wert auf ein eigenes  Kulturprogramm, das sowohl junge Talente wie auch arrivierte Namen, lokale Größen wie auch internationale Trends berücksichtigt. Mit seinen Ausstellungen erreicht der Raiffeisenhof jährlich ca. 50.000 Personen! Schon viele von ihnen wurden von Baumgartners Credo „Kunst als Grundnahrungsmittel“ angeregt und haben Appetit auf mehr bekommen.

Mit der jährlichen internationalen Ausstellung für Textilkunst hat der Raiffeisenhof bewiesen, dass er in manche Bereichen auch eine Pionierrolle inne hat. Denn abseits vom Mainstream führt die Textilkunst heute ein eher stiefmütterliches Dasein. Zu Unrecht, wie die vielfältigen künstlerischen Positionen und Weiterentwicklungen dieser Technik in den Jahresausstellungen des Raiffeisenhofs beweisen. Seine Programmauswahl hat Baumgartner immer unter eine Qualitätsmaxime gestellt, die Anerkennung verdient. Er hat nie den Weg des geringsten Widerstandes gewählt, sondern immer wieder auch neue Positionen zugelassen. Auch die Türen zum Kunsthandwerk hat Baumgartner nie zugeschlagen, sondern immer wieder mit einzelnen Ausstellungen die Grenzen zwischen Kunst und Handwerk ausgelotet. Das sind Gratwanderungen, Absturz nicht ausgeschlossen, doch das Netz einer guten soliden Gesamtplanung gibt kleineren Kunstrichtungen die Möglichkeit sich zu präsentieren.

Nicht zuletzt schlägt die Hofgalerie durch Lesungen, Konzerte und Workshops, die im Bildungszentrum Raiffeisenhof stattfinden, eine Brücke zwischen bildenden Künstlern und anderen Kulturschaffenden. Besonders sei erwähnt, dass der Raiffeisenhof sich als Schnittstelle zwischen der urbanen und ländlichen Bevölkerung versteht. Seit 3 Jahren ist auch ein Kunstbad im Raiffeisenhof integriert, wo ausgefallene Kulturevents und zeitgenössische Kunstausstellungen stattfinden.  


Über den Raiffeisenhof

Das Bildungszentrum Raiffeisenhof ist die zentrale Bildungsstätte der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark. Johann Baumgarnter, der Bildungsreferent und Kulturverantwortliche im Bildungszentrum Raiffeisenhof, ist nicht nur im Ausstellungsbereich, sondern auch in der Erwachsenenbildung tätig und Mitautor mehrerer Bücher bzw. Kunstkataloge.

http://www.raiffeisenhof.at/


Über die IG Galerien

Die IG Galerien hat im Jahr 2003 den Award „Kunstmediator“ für besondere Verdienste um die Vermittlung von Kunst ins Leben gerufen. Der „größte Kunstpreis Europas“ – eine 70 cm hohe Edelstahlskulptur des Steirischen Bildhauers Franz Wieser – wird einmal jährlich verliehen.

Bisherige Preisträger waren der trend-Herausgeber Helmut A. Gansterer, die Wiener Linien, die Herausgeber der deutschen Kunstzeitung Karlheinz Schmid + Gabriele Lindinger, und 2009 die Gründerin und Leiterin der ART Innsbruck, Johanna Penz, die den Preis in diesem Jahr überreichen wird.

http://www.ig-galerien.at/