Projekt „Modell regionale Weiterbildungsdatenbank“

Koordinationsprojekt 2009 bis 2014

In den vergangenen Projektjahren ist es trotz aller Unterschiede der regionalen Weiterbildungsdatenbanken in den Bundesländern gelungen, bottom-up ein abgestimmtes System zu entwickeln, das sowohl den Anforderungen der NutzerInnen, als auch der AnbieterInnen entspricht. Gegen Ende des Projektes wurden die aktuellen Entwicklungsfelder aus Sicht der regionalen Weiterbildungsdatenbanken noch einmal ermittelt. Generell konnte die Bedeutung von Weiterbildungsdatenbanken für die Bildungsinformation und für das lebensbegleitende Lernen durch das Projekt geschärft werden.

Weiterbildungsdatenbanken sind wichtige Informationsquelle für bildungsinteressierte Personen, Unternehmen, Bildungsanbieter und BildungsberaterInnen

In Österreich informieren inzwischen seit über 15 Jahren Weiterbildungsdatenbanken über Angebote der Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtungen. In jedem Bundesland existiert mindestens eine regionale Weiterbildungsdatenbank über bestehende Bildungsangebote. Zusätzlich informiert die Kursdatenbank eduArd österreichweit über Angebote der Aus- und Weiterbildung. Studien zeigen, von welch zentraler Bedeutung dieses Angebot ist, da bei der Suche nach Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten das Internet mit überwiegendem Prozentsatz an erster Stelle steht (61,1% lt. Statistik Austria, Erwachsenenbildungserhebung 2007 AES).

Projekt „Modell regionale Weiterbildungsdatenbank“: 2009 – 2014

Das Projekt umfasste einen Zeitraum von 2009 bis 2014 und wurde durch das BMUKK bzw. BMBF gefördert. Im Projekt zielte man auf die inhaltliche Weiterentwicklung der Weiterbildungsdatenbanken im Sinne des Lifelong Learning und Lifelong Guidance ab sowie auf die verstärkte Beachtung der Schnittstellen der regionalen und nationalen Weiterbildungsdatenbanken.

In einem Projektzeitraum von fünf Jahren konnten Analysen mit den Weiterbildungsdatenbanken durchgeführt werden, relevanten Grundlagen und Leistungen im Entwicklungsprozess der regionalen Weiterbildungsdatenbanken erstellt werden. In Verbindung mit eduArd wurden Koordinationstätigkeiten zur Abstimmung zwischen den Bundesländern und der österreichweitem Datenbank geleistet und allgemeine Erkenntnisse für ein „abgestimmtes System“ der Weiterbildungsdatenbanken generiert. Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projekt stehen allen Verantwortlichen für die regionalen Weiterbildungsdatenbanken in den Bundesländern für weitere Schritte gesammelt zur Verfügung.

In den vergangenen Projektjahren ist es trotz aller Unterschiede der regionalen Weiterbildungsdatenbanken in den Bundesländern gelungen, bottom-up ein abgestimmtes System zu entwickeln, das sowohl den Anforderungen der NutzerInnen, als auch der AnbieterInnen entspricht. Gegen Ende des Projektes wurden die aktuellen Entwicklungsfelder aus Sicht der regionalen Weiterbildungsdatenbanken noch einmal ermittelt.

Die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches, des voneinander Lernens und der gemeinsamen Bearbeitung relevanter Themen im Rahmen des Projektes war für die regionalen Weiterbildungsdatenbanken von großer Bedeutung. Auch zukünftig wird der Prozess der Abstimmung und Weiterentwicklung für Bundesländer sehr bedeutsam sein und gilt es, das abgestimmte System weiterzuentwickeln.

Generell konnte durch das Projekt die Bedeutung von Weiterbildungsdatenbanken für die Bildungsinformation und für das LLL geschärft werden.

regwbd1 - Modell regionale Weiterbildungsdatenbanken

Ergebnisse im Projekt

2009 – 2011

  • Im Rahmen des Projektes „Modell Regionale Weiterbildungsdatenbank“ wurde eine Analyse von regionalen Kurs- und Weiterbildungsdatenbanken vorgenommen. Je unbürokratischer ein Aufnahmeverfahren ist, desto mehr BildungsanbieterInnen präsentieren ihre Angebote auf der Weiterbildungsdatenbank und desto informativer ist die Datenbank im Endeffekt für BenutzerInnen. Zusammenfassend sind es drei Aspekte, die besonders über Erfolg und Misserfolg einer regionalen Weiterbildungsdatenbank entscheiden:
    – Balance zwischen Qualität und Quantität der bereit gestellten Informationen
    – Architektur eines Gesamtsystems von Weiterbildungsdatenbanken
    – Kontinuierliche Finanzierung durch die öffentliche Hand
  • Abstimmung und Diskussion über zukünftige Projektschwerpunkte und Entwicklungsfelder im Rahmen von Arbeitsgruppentreffen mit Verantwortlichen der Regionalen Weiterbildungsdatenbanken
  • Befragung der regionalen Weiterbildungsdatenbanken: Um Änderungswünsche bei der Klassifizierung in der nationalen Weiterbildungsdatenbank eduArd zu ermitteln, wurde eine schriftliche Befragung mit Verantwortlichen der regionalen Weiterbildungsdatenbanken durchgeführt.
  • Telefoninterviews über die interne und externe Kommunikationder Weiterbildungsdatenbanken in den einzelnen Bundesländern sowie inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation und Marketing: Idealerweise gibt es ein systematisches und regelmäßiges Marketing, das durch anlassbezogene Kommunikation ergänzt wird. Die Wirkung und der Erfolg der Marketingschritte sollte zumindest punktuell, z. B. über die Zugriffszahlen, evaluiert werden.
  • Vertiefung des inhaltlichen Schwerpunkts Kommunikation und Marketing von Weiterbildungsdatenbanken im Rahmen eines 2-tägigen Workshops
  • Überblicks über die statistische Datenerhebung: Zu diesem Zweck wurden Telefoninterviews geführt, mit dem Ziel, einen Überblick zu gewinnen, welche „statistischen“ Informationen von den einzelnen regionalen Weiterbildungsdatenbanken erhoben werden.

2012 – 2014

  • Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Statistik im Rahmen eines Workshops
  • Erhebung des Nutzungsverhaltens der BildungsberaterInnen in den einzelnen Bundesländern: Die Umfrage zeigte, dass die Weiterbildungsdatenbanken der Bundesländer von der Bildungsberatung im Durchschnitt oft genutzt werden, die nationale Weiterbildungsdatenbank eduArd hingegen selten genutzt wird.
  • Abgestimmte Entwicklungsplanung im Rahmen eines 2-tägigen Treffens, Vereinbarung von konkreten Maßnahmen an der Schnittstelle der regionale Weiterbildungsdatenbanken und eduArd
  • Telefonische Befragung der BetreuerInnen regionaler Datenbanken über die statistische Datenerhebung in den einzelnen Bundesländern
  • Erstellung von Marketingtexten am Beispiel der steirischen Weiterbildungsdatenbank: Unter Berücksichtigung der Voraussetzungen aller Bundesländer wurden am Beispiel der steirischen Weiterbildungsdatenbank Grundlagentexte erstellt, die den Bundesländern zur Verwendung und Adaptierung zur Verfügung gestellt wurden. Bei der Ausformulierung von Textpassagen orientierte man sich an die jeweiligen Zielgruppen von Weiterbildungsdatenbanken.
  • Telefonische Befragung über relevante Basisdaten mit AnsprechpartnerInnen der regionalen Weiterbildungsdatenbanken sowie der nationalen Datenbank
  • Erstellung einer Übersicht mit den Ansprechpersonen aller regionalen Datenbanken in den Bundesländern
  • Beratung bzgl. des Vorhabens, dass es bei eduArd nicht mehr zu einer direkten Datenübertragung von Einzelanbietern kommen soll, sondern alle Daten über die regionalen Weiterbildungsdatenbanken der Bundesländer an eduArd geliefert werden.
  • Am Beispiel der steirischen Weiterbildungsdatenbank wurde unter Berücksichtigung der Voraussetzungen aller Bundesländer der Datentransport dargestellt. Auch diese Grundlage steht den Bundesländern zur Verwendung und länderspezifischen Adaptierung zur Verfügung.

wbds - Modell regionale Weiterbildungsdatenbanken

Kontakt für Rückfragen zum Projekt:

Bildungsnetzwerk Steiermark

bildungsnetzwerk@eb-stmk.at


Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur finanziert.

bund - Modell regionale Weiterbildungsdatenbanken