03.07.2008 - „Multikulturelle Arbeitswelt“: Chance der Zukunft
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Die Internationale Fachtagung im Schulungszentrum Fohnsdorf erörterte Chancen und Problematiken von Zuwanderung am Arbeitsplatz. Mobilität, Flexibilität, Internationalisierung, Globalisierung - diese Schlagwörter reißen Themen an, die auch in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewinnen. Unternehmen operieren international, aber auch deren MitarbeiterInnen bilden immer weniger eine „muttersprachliche“ oder kulturell homogene Gruppe. Daher spielt der Erwerb von interkulturellen Kompetenzen eine immer größere Rolle, sei es, wenn Mitarbeiterinnen ins Ausland geschickt werden oder ob es darum geht, innerbetrieblich Maßnahmen zu setzen, die ein positives Arbeitsklima fördern. Für das Schulungszentrum Fohnsdorf als Kompetenzzentrum der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Region, aber auch als einer der größten Dienstgeber im Aichfeld bedeutet dies eine stetige Sensibilisierung zur Thematik, und auch die Schaffung von relevanten Schnittstellen – ganz unter dem Aspekt „gemeinsam Brücken bauen“, so die pädagogische Leiterin des SZF, Mag. Dr. Iris Ferjan – steht im Mittelpunkt vieler Aktionen und Vorhaben. Im Begrüßungsreferat der sehr gut besuchten Fachtagung ging Mag. Grete Dorner, Geschäftsführerin des Bildungsnetzwerks Steiermark, besonders auf die „feinen Fähigkeiten“ aller beteiligten Stellen ein und plädierte für eine größere Bewusstseinsschaffung bezüglich Respekt und Akzeptanz in der interkulturellen Kommunikation. Zuwanderung verändert unsere Gesellschaft. Von den über 8,3 Millionen EinwohnerInnen Österreichs haben heute 1,3 Millionen ihren Geburtsort im Ausland, das sind 16 % aller in Österreich lebenden Menschen. Unter ihnen sind über 500.000 Zuwanderer mit österreichischer Staatsbürgerschaft und etwas weniger als 800.000 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Der Nigerianer Fred Ohenen vom Verein ISOP unterstrich in seinen Ausführungen die Wichtigkeit der Förderung interkultureller begegnungen. „Ein Verständnis und mehr Akzeptanz aufzubauen für andere Verhaltensweisen und Denkmuster sowie stetige Sensibilisierung im Miteinander ist unbedingt erforderlich“, meinte Ohenhen. |
AMS Steiermark-Vertreter Mag. Marcos de Brito e Cunha ging in seinem Vortrag auf Gründe der Arbeitslosigkeit bei „AusländerInnen am Arbeitsmarkt“ ein. Auch sein Beitrag zeigte verschiedenste Ursachen von Arbeitslosigkeit unter AusländerInnen auf. Dazu zählen vor allem fehlende Arbeitstugenden wie Soft Skills, minder qualifizierte Ausbildungen, unzureichende Sprachkompetenz, fehlende Netzwerke, Geschlecht, Alter und Herkunft. Christian Czerny, Geschäftsführer von innovative business, führte als Marketingexperte und Unternehmensberater in eindrucksvoller Weise das Thema wieder in die Region Aichfeld Murboden zurück. Seine Ausführungen zeigten einen erhöhten Handlungsbedarf in vielen Sektoren auf. Zugkräftige Maßnahmen und neue Angebote gegen die hohe Abwanderung der Jugend aus der Region sollten auch den interkulturellen Themenkreis abdecken. | |







